Hörner | Antlfinger.

Ute Hörner *1964 in Karlsruhe D
lebt in Köln, D
Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart
1998 Festivalleitung der Videonale 8, 1999-2008 Prof. für Medienkunst an der Burg Giebichenstein, Halle

Seit 2009 Professorin für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln

 

Mathias Antlfinger *1960 in Limburg an der Lahn
lebt in Köln, D
Studium der Kunsterziehung an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart
1990-95 Studium freie Kunst und Kybernetik an der Kunstakademie Düsseldorf
Seit 2009 Professor für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln


Hörner/ Antlfinger

Ausstellungen [Auswahl:]
2010 Visual Arts Projects Istanbul 2010, European Capital of Culture
2010 Bilder in Bewegung, Künstler & Video_Film, Museum Ludwig, Köln
2010 transmediale 10, FUTURIY NOW! Berlin
2009 Videonale 12, Kunstmuseum Bonn
2009 EMAF, European Media Art Festival, Osnabrück
2008 5. Marler Video-Installations-Preis, Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl
2008 Der blinde Fleck, Neue Gesellschaft für bildende Kunst, NGBK Berlin
2007 My Own Private Reality, Edith-Russ Haus für Medienkunst, Oldenburg
2007 Wildes Kapital, Kunsthaus Dresden, Galerie für Gegenwartskunst
2006 Happy Believers, 7. Werkleitz Biennale, Halle 

Dream Water Wonderland

Date: 2010
Length: 03:30 min.
Format: 16:9
Specification: Black and White, Sound

 

Der Titel „Dream Water Wonderland“ verweist auf den Schnellen Brüter in Kalkar, der bis zum letzten Schaltkreis fertiggestellt wurde, aber nie ans Netz ging, und in dessen massivem Kühlturm sich heute das Kettenkarussell eines Vergnügungsparks dreht. Die Videoskulptur selbst setzt sich aus zwei übereinander gestapelten Plexiglasvitrinen in einem Stahlgestell und einer Projektion zusammen. Im oberen Teil steht ein Plattenspieler aus den 1970er Jahren. Aus dessen Zentrierstift wachsen nach oben Eiszapfen aus Plastik, und nach unten verlängert dreht sich wie ein Radarbalken eine maßstabsgetreue Abformung des Gangsystems eines Bergwerks, des Atommüllendlagers Asse II. Das auf die opake Rückwand projizierte Video zeigt in der ersten kurzen Einstellung den Kalkar-Kühlturm von außen, der mit der schematischen Malerei einer Bergkulisse dekoriert ist. Dann fliegt die Kamera mit den Sitzen des Karussells innen an der Betonwand entlang und erlaubt manchmal einen Blick in den Himmel. Eine Stimme aus dem Off erzählt von einem Vogel, den eine Person fangen will, aber die Logik der Geschichte verliert sich wie in einem Traum. Wie aus einer anderen Welt kommend wirkt auch der hallige Echo-Sound von Kinderstimmen, der ständig zu hören ist. Trotz dieser disparaten Themen verschmelzen der Plattenspieler mit seinen Auswüchsen, der kühle Look des schwarz-weißen Videos und die surreale Tonebene zu einer erstaunlich überzeugenden Einheit.

GE

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